Knapp zwei Wochen nach Verleihung des Friedensnobelpreises an Liu Xiaobo fordert Mario Vargas Llosa, der diesjährige Literaturnobelpreisträger, die sofortige Freilassung Lius und ruft zu weltweiten Lesungen für den inhaftierten Bürgerrechtler auf.
 
Wie Authors for Peace und das internationale literaturfestival berlin jetzt mitteilten, hat damit bereits der vierte Nobelpreisträger den Appell zur Freilassung Lius unterschrieben.
 
Zu den Unterzeichnern des Aufrufs gehören auch John M. Coetzee, Elfriede Jelinek und Herta Müller.
 
Am 20. März 2011 sollen in Kulturinstitutionen, Radiosendern und Schulen die «Charta 08» für Demokratie und Menschenrechte sowie Lius
Gedicht «Du wartest auf mich im Staub» vorgetragen werden.
 
Der 54-jährige Liu sitzt wegen «Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt» für elf Jahre in Haft. Mit anderen Aktivisten hatte Liu die «Charta 08» entworfen. Am 8. Dezember 2008, zwei Tage vor ihrer Veröffentlichung, wurde er festgenommen.

 


Comments

Xuewen Huan
04/17/2011 10:19

Über Frau Müllers Diskursstil

Reply
Xuewen Huan
04/17/2011 10:23

Über Frau Müllers Diskursstil
Ihre voreingenommene Vorwürfe über Exilchinesen

In einer freien Gesellschaft muss die Meinungsverschiedenheit einfach akzeptiert werden, auch für Nobelpreisträger kann das nicht anders sein. Es gilt für Liu wie für Frau Müller. Die anderen Meinungen über Liu als Verleumdungen, Denunziation zu degradieren, die anders Denkenden über Liu als Infiltrierten der Chinesischen Stasi zu verleumden und gar als infame Randalierer zu schimpfen, ist nicht zu weit, Frau Müller? Solches verdient sich leider nicht seriös auseinandergesetzt zu werden.

Das Niveau des Diskurses von Frau Müller als eine großartige Literatin entsetzt Publikum völlig unerwartet. Es zeigt sich dabei, dass Frau Müller nicht in der Lage ist, ihre Meinung über die anders denkenden Chinesen bzw. die Kontroverse über Liu sachgerecht und fachgerecht zu bilden.

Frau Müllers kühne, voreingenommene und vernichtende Urteil über die anders denkenden Chinesen "Verleumdungen, Denunziation, hemmungsloser Rufmord an Xiaobo waren die Inhalte. Vielleicht ist die Emigration infiltriert vom chinesischen Geheimdienst, vielleicht ist es aber auch der eigene Irrsinn von verstörten Emigranten, die im fernen Exil Revolution auf dem Papier betreiben, mit Worten infam randalieren, während andere zu Hause Fehler machen mussten, weil sie handelten und bis heute im Dreinfinden herumirren müssen" lässt sich leicht an die Äußerung einer der Xiaobo Lius Anhänger (Tienchi Martin-Liao, in http://www.open.com.hk/old_version/1011p42.html) erinnern, mit der Frau Müllers Passage inhaltlich gar mit Wortwahl erstaunlich ähnlich ist, wie z.B. "Emails voll von Verleumdungen und Gerüchten", "ihr Wort und Tat überschritten wohl die Grenze, die Meinungsfreiheit erlaubt, entsprachen jedoch unmittelbar jener fünfzig Cent Partei (damit gemeint ist die Personengruppe in China, die von dem Regime zur Meinungskontrolle und -manipulation im Internet zu Gunsten der Parteipropaganda arrangierten wird und für jede zweckmäßige Post fünfzig Cent verdient)", "Prototyp der Emigranten mit Persönlichkeitsstörung" und dgl.

"Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen", laut Wittgenstein und wichtig ist, nicht wer sagt, sondern was gesagt ist, ob es wahrhaft, wohl begründet und überzeugt ist. Vorsichtswegen ist sich vorher zu vergewissern, ob man davon tatsächlich weiß, worüber man sprechen möchte. Es seien geboten für jeden Redner, die Besonnenheit, Verantwortlichkeit, die Demütigung vor Wahrhaftigkeit und Respekt vor der Würde der Kritisierten.

Reply



Leave a Reply